Recorded & Publishing

Vielklang meldet Umsatzplus zum Umzug

Der Kreuzberger Indie hat doppelten Grund zum Feiern: Er bezog neue Geschäftsräume an der Spree und meldet ein Umsatzplus von 62 Prozent.

Die Gegend zwischen Schlesischem Tor und Oberbaumbrücke entwickelt sich zu einem Zentrum der deutschen Musikbranche. Im Nachbarhaus von Vielklang sitzt Four Music, neben Universal wird demnächst MTV neue Räume beziehen. „Das Vielklang Studio zieht Januar 2004 ebenfalls hier ein“, berichtet Geschäftsführer Jörg Fukking, der sich zudem über geringere Mietkosten freut. Auch der Blick auf die Umsatzzahlen hebt die Stimmung der Belegschaft. „Bei uns gab es keine Einbrüche im Tonträgerverkauf“, sagt der zweite Geschäftsführer Matthias Bröckel. „Vielklang verzeichnet zusammen mit seinen fünf Sublabels in den ersten drei Quartalen 2003 ein Umsatzplus von 62 Prozent. Allein im September hatten wir mit In Extremo, Knorkator und Letzte Instanz drei Acts in den Charts. Das gab es noch nie.“ Die Anteile der Indies im Musikgeschäft seien seiner Meinung nach heute höher, weil diese schneller und flexibler sind.

Entsprechend formuliert Fukking seine Strategie: „Mit geringstmöglichen Kosten arbeiten und sehr nahe an der Szene bleiben.“ Eine weitere Neuerung stellt der Vertriebswechsel des Vielklang-Sublabels Stars In The Dark zu Soulfood dar. Label-Chefin Doro Peters lobt Jochen Richert und sein Team und plant für das kommende Jahr neue Alben von Qntal, Substyle und Waltari. Der Zukunft sieht Fukking entspannt entgegen: „Angesichts der bevorstehenden Merger ist mein Motto: Je größer der Dinosaurier, desto mehr Platz ist zwischen seinen Beinen.“