Recorded & Publishing

Victory hält RED vorerst die Treue

Nach langem Hickhack hat sich eines der führenden amerikanischen Independentlabels nun für einen Verbleib beim bisherigen Vertriebspartner RED entschieden. Doch die Branche munkelt weiter über die Zukunft von Victory: Das begehrte Label soll angeblich schon ab 2006 bei Fontana landen.

Nach langem Hickhack hat sich eines der führenden amerikanischen Independentlabels nun für einen Verbleib beim bisherigen Vertriebspartner RED entschieden. Die Plattenfirma Victory Records aus Chicago lässt ihre Veröffentlichungen seit 1996 über den Indie-Vertrieb ausliefern, der einst zu edel USA, später zu Sony Music und nun zu Sony BMG gehört. Spätestens seit dem Erfolg mit der Band Taking Back Sunday, die von ihrem letzten Album fast 600.000 Einheiten verkaufte, gilt Victory als der Indie der Stunde. Der Vertriebsdeal mit RED wäre Mitte des Jahres ausgelaufen und wurde nun verlängert.

Über die Konditionen bewahrten beide Seiten Stillschweigen. Doch die Branche munkelt weiter über die Zukunft von Victory: Angeblich einigte sich Inhaber Tony Brummel mit RED nur für die Zeit bis zum Ende des Jahres. Danach soll das begehrte Label dem Vernehmen nach bei Fontana Distribution landen. Seit längerem wird in der US-Branche über den Wechsel zum neu gegründeten Indie-Vertrieb von Universal spekuliert. In Kanada ist Victory bereits ab dem 1. Juli mit dem Universal-Vertrieb im Geschäft. In Deutschland betreut Soulfood die Veröffentlichungen von Victory.