Bei den Übernahmen von Firmen wie YouTube oder MySpace war Viacom nur Zuschauer. Nun will der US-Medienkonzern online aufholen. Angeblich ist die MTV-Mutter an der interaktiven Webradio-Plattform Last.fm interessiert.
Medienberichten zufolge befinden sich Viacom-Vertreter derzeit in London, um eine Übernahme zu verhandeln. Angeblich wollen die Amerikaner bis zu 450 Millionen Dollar für das Start-up ausgeben. Last.fm hatte in den letzten Wochen diverse Lizenzdeals abschließen können. Unter anderem haben EMI Music, Warner Music sowie die Digitalvertriebe The Orchard und IODA Repertoire für den Onlinedienst freigegeben. Anfang April führte das Unternehmen ein werbefreies Streamingangebot ein, für das drei Dollar monatlich bezahlt werden müssen.
Last.fm verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 15 Millionen Nutzer weltweit. Der Dienst analysiert, welche Musik User anhören und bietet ihnen dann eine Auswahl personalisierter Vorschläge, die sich an den ausgewählten Radiostreams, Musikcharts und ähnlichen Profilen anderer Nutzer orientiert. Dabei kann man aus bis zu 65 Millionen Songs auswählen.





