Der amerikanische Medienkonzern Viacom hat per Managerrochade die Spitzenposition bei seiner Radiogruppe Infinity Broadcasting neu besetzt. Chairman & CEO ist ab sofort Joel Hollander, der bislang als President & COO die Nummer zwei bei Infinity war. Der bisherige Radiochef John Sykes übernimmt künftig neue Aufgaben bei der Konzernschwester MTV.
Hollanders wichtigste Aufgaben für die kommenden Monate sind eine Nachfolgeregelung für den ab 2006 zum Digitalsender Sirius abwandernden Moderator Howard Stern und die Trennung von unrentablen Sendern. Zu Infinity gehören derzeit 183 Stationen, Viacom-Boss Sumner Redstone erklärte bereits im Juni 2004, dass einige davon verkauft würden. Insider vermuten, dass womöglich bis zu 60 Sender abgestoßen werden sollen.
Die US-Radiobranche musste in den letzten Jahren einen massiven Zuhörer- und Werbeeinnahmenschwund verkraften. Hollander glaubt jedoch an die Zukunft des Mediums. Man habe in den vergangenen Monaten bereits bei 55 Sendern erhebliche Einsparungen erzielen können. Und: „Radio ist ein fantastisches Geschäft, auch wenn sich die Branche bisher ziemlich dumm angestellt hat, wenn es darum ging, sich gegenüber anderen Medien richtig zu positionieren.“






