Eine Klausel in den Nutzungsbedingungen der Internet-Gemeinschaft MySpace.com sorgt für Gesprächsstoff. Der englische Songschreiber Billy Bragg hat nun alle Songs von seiner MySpace-Seite entfernt. Bragg befürchtet, MySpace mit dem Bereitstellen eines Titels auf deren Internetseiten gleichzeitig einen Blankoscheck für dessen Rechtenutzung auszustellen.
Gemäß den Nutzungsbedingungen überträgt der Benutzer mit dem Hochladen von Musik, Texten oder anderem geistigen Eigentum MySpace eine zwar nicht exklusive, aber dennoch vollständig abgegoltene und tantiemenfreie Lizenz mit weltweiter Gültigkeit zur Verwendung des Materials. Darin eingeschlossen ist auch das Recht zur uneingeschränkten Weiterlizenzierung. Beim Management von Billy Braggs schrillten beim Lesen dieser Formulierung offenbar die Alarmglocken, weshalb alle Songs von der Seite des Künstlers genommen wurden.
Als Reaktion auf den Vorfall spricht MySpace von einem Missverständnis. Das Copyright verbleibe jederzeit bei den Autoren. Bei der Klausel ginge es lediglich darum, die Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials auf den MySpace-Seiten rechtlich abzusichern. MySpace will den Absatz nun neu formulieren, um weitere Verwirrung bezüglich der Absichten des Unternehmens auszuschließen.
MySpace gehört zu dem von Rupert Murdoch kontrollierten internationalen Medienkonzern News Corporation.





