Während die Plattenindustrie schwer unter Umsatzeinbrüchen zu leiden hat, erleben die Verwertungsgesellschaften weiterhin goldene Zeiten mit stetig wachsenden Einnahmen. Wie die „New York Times“ berichtet, verzeichneten im Jahr 2003 alle drei großen amerikanischen Urheberrechtsgesellschaften trotz Internet-Piraterie und schwindenden CD-Absätzen satte Zuwächse. Die ASCAP nahm 2003 rund 668 Mio. Dollar ein, und damit 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die BMI konnte ihr Ergebnis gar um 9,7 Prozent auf 630 Mio. Dollar steigern, während die Sesac einen Zuwachs von 30 Prozent meldet, genaue Summen aber nicht preisgeben wollte. „Von der Download-Problematik, die Plattenfirmen und Musikverlage vernichtet, sind wir nur indirekt betroffen“, erklärt Sesac-Chef Bill Velez. „Wir haben bessere Voraussetzungen als andere Bereiche der Entertainment Industrie, um öknonomische Unwetter zu überstehen.“ Die größten Zuwächse verzeichneten alle Verwerter bei ihren beiden Haupteinnahmequellen, Radio und Kabelfernsehen. Aber auch neue Geschäftsfelder hätten sich rasch zu bedeutenden Umsatzbringern entwickelt, darunter vor allem der Verkauf von Klingeltönen. Auch in Deutschland haben die Verwerter keinen Grund zur Klage: Im Jahr 2002 nahm die GEMA 812,5 Mio. Euro und übertraf damit ihr nur ein Jahr zuvor aufgestelltes bisheriges Rekordergebnis. Es wäre keine Überraschung, wenn dies 2003 erneut gelungen wäre. Die Zahlen stehen noch aus.
Verwerter bleiben sorgenfrei
Während die Plattenindustrie schwer unter Umsatzeinbrüchen zu leiden hat, erleben die Verwertungsgesellschaften weiterhin goldene Zeiten mit stetig wachsenden Einnahmen.





