Der Downloadhändler Napster konnte sein Geschäftsjahr mit einem 17-prozentigen Umsatzplus und einer Reduktion der Verluste um ein Drittel abschließen. Zum 31. März standen Einnahmen in Höhe von 111,1 Millionen Dollar in der Bilanz – 12,4 Millionen mehr als im Jahr davor. Gleichzeitig sanken die Verluste um 18,1 Millionen auf 36,8 Millionen Dollar.
Im Schlussquartal des Geschäftsjahrs betrug der Umsatz 29,1 Millionen Dollar – ein Plus von 8,6 Prozent im Jahresvergleich. Die Verluste verdoppelten sich aber fast auf 8,5 Millionen Dollar. Rechnet man jedoch einmalige Sondereffekte aus dem Vorjahresquartal heraus, so konnte Napster seinen Verlust um 13 Prozent senken.
Das Unternehmen beendete sein Geschäftsjahr mit einem Kundenstamm von 830.000 zahlenden Abonnenten; 225.000 davon kamen vom stillgelegten Dienst AOL Music Now. Insgesamt entspricht dies einem Kundenzuwachs um 37 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Im vierten Quartal konnte Napster zudem die Ausgaben für Werbung und Marketing senken. Dazu trugen Vermarktungspartnerschaften mit Firmen wie Circuit City, NTT DoCoMo, AT&T und Motorola bei. „Wir erschließen unsere Kundschaft billiger, und wir halten sie länger“, erklärte CEO Chris Gorog. „Wir können gesunde Umsatzzuwächse vorweisen und verbrennen deutlich weniger Geld.“
Für die kommenden Monate setzt Gorog vor allem auf das mobile Segment im Digitalgeschäft: „Wir sind davon überzeugt, dass Musikhandys reine MP3-Player ablösen werden“, so der Napster-Chef, der seine Firma für diesen Plattformtransfer bestens gerüstet sieht. Die Anleger sahen es anders und schickten die Napster-Aktie am 17. Mai mit 7,86 Prozent Abschlag auf einen Schlusskurs von 3,75 Dollar.






