Der amerikanische Digitalvertriebsdienstleister Loudeye konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr zwar nahezu verdoppeln, doch die Verluste des Unternehmens wuchsen noch stärker. Loudeye hofft deshalb auf ein Anhalten des Wachstumstrends und die Effizienz der Sparmaßnahmen. Die Einnahmen bis zum 31. Dezember wuchsen um 92,7 Prozent auf 27,04 Mio. Dollar, der Nettoverlust kletterte sogar um 103,5 Prozent auf nunmehr 33,36 Mio. Dollar. Im Schlussquartal des Jahres betrugen die Loudeye-Umsätze 8,83 Mio. Dollar – ein Plus von 61,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und ein sequenzieller Zuwachs von rund 35 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal. Dabei machte das Unternehmen einen Nettoverlust von 10,51 Mio. Dollar – 86,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Um der Kostenspirale zu entkommen, schloss Loudeye im Dezember die zuletzt immer unprofitablere Tochterfirma Overpeer. Berücksichtigt man in der Bilanz nur die Firmenbereiche, die auch künftig weitergeführt werden, so belaufen sich die Verluste nur noch auf 25,58 Mio. Dollar für das Gesamtjahr und 5,7 Mio. Dollar für das vierte Quartal. Die Kapitaldecke von Loudeye betrug zum Jahresende rund 10,9 Mio. Dollar, doch am 22. Februar sicherte sich die Firma mit einer neuen Finanzierungsrunde 8,25 Mio. Dollar. Im laufenden Jahr will sich Loudeye auf seine Digitalvertriebsgeschäfte in Europa und auf die Weiterentwicklung der mobilen Plattform konzentrieren. Das Management um CEO Michael Brochu prognostiziert einen Umsatz zwischen 35 und 40 Mio. Umsatz für 2006.





