Recorded & Publishing

Verleger vorsichtig optimistisch

Die deutschen Musikverleger spüren eine leichte Belebung des Geschäfts. Eine Trendwende ist aber noch nicht zu erkennen. Von der Politik erhofft sich die Branche deshalb nach der Wahl eine stärkere Förderung des musikalischen Lebens und der Musikwirtschaft.

Die deutschen Musikverleger spüren eine leichte Belebung des Geschäfts. So stellt Dr. Peter Hanser-Strecker, Geschäftsführer von Schott Musik International, in der neuesten Ausgabe des DMV– und GDM– Verbandzeitschrift „Musikhandel“ fest: „Bei uns ist zu erkennen, dass die allgemeine Konsummüdigkeit etwas nachlässt. Das reicht aber noch nicht, um eine Trendwende herbeizuführen.“ Hanser-Strecker ergänzt: „Alle müssen auf die schwierigen Bedingungen mit neuen Ideen reagieren. Wir beobachten, dass die Händler eine differenziertere Sortimentspolitik betreiben und mit einer Fülle kreativer Konzepte auf ihre Kunden zugehen.“

Der Geschäftsführer des Alster Musikverlags, Jens-Markus Wegener, sieht die „Grundstimmung in der Branche wieder optimistisch“, erhofft sich allerdings eine stärkere Beteiligung von Urhebern und Verlagen am Klingeltongeschäft. Dr. Christian Baierle, Head Of A&R bei Roba, wertet das erste Halbjahr 2005 als vollen Erfolg. Besonders positiv sieht er die erhöhte Nachfrage nach deutschen Titeln.

Auf gesellschaftlicher Seite erhofft sich die Branche eine stärkere Förderung des musikalischen Lebens und der Musikwirtschaft. Hanser-Strecker hofft auf Maßnahmen, die das Ende der Konsumflaute in Deutschland herbeiführen. Allgemein solle der Musik ein höherer Stellenwert im gesellschaftlichen Leben eingeräumt werden. Des Weiteren sei die Novellierung des Urheberrechts zügig voranzutreiben. Dabei solle eine angemessene Entlohnung für die Urheber sichergestellt sein.