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Verleger in Frankreich behaupten sich in schwierigem Markt

Die französischen Musikverleger haben erstmals einen Statusbericht ihrer Branche veröffentlicht. Die Bestandsaufnahme zeigt einen Zweig der Musikwirtschaft, der relativ stabil agiert.

Die französischen Musikverleger haben erstmals einen Statusbericht ihrer Branche veröffentlicht. Die Bestandsaufnahme zeigt einen Zweig der Musikwirtschaft, der relativ stabil agiert.

Die Wirtschaftsberater von Ernst & Young hatten für ihre Studie 29 Musikverlage zur Geschäftsentwicklung in den Jahren von 2003 bis 2005 befragt. Die Teilnehmer repräsentieren laut den Verlegerverbänden CSDEM und CEMF je nach Analysefeld zwischen 50 und 70 Prozent des französischen Markts.

25 Verlage nannten E&Y ihre Umsätze: 2005 waren es insgesamt 161,6 Mio. Euro, 2003 standen noch 167,8 Mio. Euro in den Büchern. Ein Minus von 3,7 Prozent. Doch im gleichen Zeitraum verlor die französische Tonträgerbranche gut ein Viertel ihrer Umsätze.

Den Löwenanteil ihrer Einnahmen bestreiten die Verlage mit den von der SACEM ausgeschütteten Tantiemen – 111,5 Mio. Euro waren es bei 24 Firmen im Jahr 2005, neun Prozent weniger als zuvor. Das klassische Notengeschäft trug indes nur 6,9 Mio. Euro bei, wobei nur 20 der befragten Verlage in diesem Bereich tätig sind. 18 Firmen verdienen Geld mit Sync-Lizenzen und nahmen im Jahr 2005 damit 20,7 Mio. Euro ein. In den drei untersuchten Jahren sank die Zahl der Beschäftigten bei den 29 Verlagen minimal von 220 auf 218 Mitarbeiter, wobei die Majorverlage ihr Personal von 158 auf 146 stutzten und die Indieverlage von 62 auf 72 Angestellte aufstockten.

Bruno Lion, Geschäftsführer von Peermusic France und Vice President des Verbands CSDEM, will diesen Statusreport nun jährlich auflegen lassen. Gegenüber dem „Billboard“ erklärte er, Frankreichs Verleger müssten bei der Vertretung ihrer Interessen gegenüber Regulierungsbehörden und Politik harte Fakten vorlegen können.

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