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Verkauft Apple demnächst auch Filme?

Während die Branche in Europa den frisch eröffneten iTunes Music Store feiert, beschäftigen sich die Experten in den USA bereits wieder mit Visionen rund ums digitale Geschäft. Dabei werden Gerüchte über einen „Video-iPod“ laut.

Während die Branche in Europa den frisch eröffneten iTunes Music Store feiert, beschäftigen sich die Experten in den USA bereits wieder mit Visionen rund ums digitale Geschäft. Dabei werden Gerüchte über einen „Video-iPod“ laut. Seit durchsickerte, dass Apple-Zulieferer Toshiba an einer 60GB-Festplatte für das kleine Abspielgerät baut, reißen die Spekulationen über die möglichen Verwendungszwecke von derartigen Speichergrößen nicht mehr ab. Bis Weihnachten könnte ein iPod in den Handel kommen, der auch Bewegtbild speichern und abspielen kann, so die Erwartung in Technologie-Kreisen. Marktforscher zweifeln jedoch noch an dieser Version: Weder die Breitbandnetze noch der Markt seien im Moment hinreichend entwickelt für eine Neuerung dieser Art. Bei der Jahreshauptversammlung von Apple im April musste CEO Steve Jobs diesbezügliche Anfragen seiner Aktionäre bereits beantworten. „It’s the music, stupid“, sagte der sonst eher charmante Firmenchef. Obendrein erwarten Beobachter, dass es Jobs in den Verhandlungen mit Filmstudios nicht so leicht haben wird, die Chefs von seinem digitalen Vertriebsmodell zu überzeugen. Der Druck durch Internetpiraterie ist im Filmgeschäft bei weitem nicht so hoch wie im Musikbereich. Die Marktforscher von GartnerG2 glauben auch nicht, dass der Bedarf an einem Video-iPod überwältigend wäre. Immerhin gebe es bereits tragbare Geräte, die Filme hervorragend abspielen – Laptops. „Apple hat eine hervorragende Wertschöpfung rund um seinen iPod gebaut“, sagt GartnerG2-Analyst Mike McGuire. „Warum sollten sie aus dem Gerät eine Art digitales Schweizer Taschenmesser machen, dass vieles kann, aber nur wenig richtig gut?“

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