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Verbraucherschützer mahnen Apple ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im Kampf für ein nutzerfreundliches Urheberrecht mit Abmahnungen und Petitionen begonnen. Zu den abgemahnten Unternehmen zählt auch Apple wegen seines Downloadangebots iTunes.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat im Kampf für ein nutzerfreundliches Urheberrecht eine Welle von Abmahnungen und Petitionen begonnen. Zu den abgemahnten Unternehmen zählt auch Apple wegen seines Downloadangebots iTunes; die Deutsche Telekom, Nero, ciando und weitere sollen folgen. Ferner sind die Bundesregierung sowie einzelne Abgeordnete Ziel einer Brief- und Mailaktion.

Der Verband beklagt in einer am 12. Juli veröffentlichten Studie, dass Verbraucher bei digitalen Medien nahezu ohne Rechte seien. Auch der Entwurf zur Novellierung des Urheberrechts sei nicht geeignet, diese Missstände abzustellen. „Im Gegenteil – es drohen weitere Verschlechterungen für die Nutzer“, sagte Verbands-Vize Patrick von Braunmühl. Nachdem seitens der Rechteinhaber digitaler Medien eine Klagewelle zu erwarten sei, wolle der vzbv seinerseits zu rechtlichen Maßnahmen gegen die Nutzungs- und Lizenzbedingungen ausgewählter Anbieter greifen.

So wird Apple vorgeworfen, dass heruntergeladene MP3s ausschließlich auf dem iPod und nicht auf Playern der Konkurrenz abgespielt werden können und dass die Weitergabe und der Wiederverkauf der Dateien verboten ist. Auch dürften technische Maßnahmen nicht umgangen oder entfernt werden und Apple könne jederzeit die Vertragsbedingungen zu Ungunsten des Nutzers ändern. „Die Bedingungen für den Download sind eine Zumutung für die Nutzer und verstoßen gegen deutsches Verbraucherrecht“, begründete von Braunmühl die Abmahnung gegenüber dem „Tagesspiegel“.