Das von den Handelsverbänden HAMM und GDM eingeleitete Verfahren des Bundeskartellamts gegen Weltbild ist vorbei: Die Handelsgruppe hat die „Herr der Ringe“-DVD nach Untersuchungen des Kartellamts nicht unter Einstandspreis verkauft. Die Verbände hatten die Justiz im August 2002 eingeschaltet, nachdem Weltbild die DVD bei einem EK von 21,47 Euro über mehrere Wochen für 14,99 Euro bewarb und verkaufte. Bereits damals verlief ein Antrag auf Einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Hamburg erfolglos. Nachdem das Kartellamt nun feststellte, dass Weltbild mit 14,99 Euro nicht gegen das Verbot eines Verkaufs unter Einstandspreis verstoßen hat, prüfen die Verbände Schritte gegen den Anbieter Warner Home Video: „Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass Warner Home Video Weltbild Konditionen angeboten hat, die erheblich günstiger waren als die anderer Handelsunternehmen“, heißt es in einer Erklärung des HAMM. „Angesichts dieser Vermutung lassen die Verbände zur Zeit überprüfen, ob aufgrund einer eventuell erheblichen Preisspreizung ein Verstoß gegen das Kartellrecht vorliegt.“
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