Der Grund: Qivive steht nach Aussagen von Branchenexperten im Verdacht, den laufenden Geschäftsbetrieb mit Ticket-Einnahmen finanziert beziehungsweise diese Gelder nicht ordnungsgemäß auf Treuhandkonten eingezahlt zu haben. Im Normalfall verwaltet der Ticketverkäufer die Einnahmen treuhändisch und zahlt sie nach Abzug der Vorverkaufs- und Computergebühren an den Veranstalter.
Durch die Insolvenz von Qivive Ende April liegen jetzt Ticketeinnahmen in sechsstelliger Höhe auf Eis und werden von den Konkursverwaltern betreut. Für die Veranstalter bedeutet dies, dass sie nur mit erheblicher Verzögerung und unter Umständen nicht an die volle Summe herankommen. Unter den Geschädigten soll sich neben mehreren Konzertagenturen, die für die DEAG als örtliche Veranstalter Konzerte abgewickelt haben, auch eine DEAG-Tochter befinden. Die DEAG hatte bis zum Ende von Qivive die Verpflichtung, einen Teil der Eintrittskarten ihrer Veranstaltungen exklusiv über die Internet-Site zu verkaufen.





