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Valley Media vor dem Aus

Valley Media, lange Zeit einer der führenden Großhändler für Entertainment-Produkte in den USA, reichte am 20. November einen Konkursantrag nach Chapter 11 des amerikanischen Bankruptcy Codes ein.

Valley Media, lange Zeit einer der führenden Großhändler für Entertainment-Produkte in den USA, reichte am 20. November einen Konkursantrag nach Chapter 11 des amerikanischen Bankruptcy Codes ein. Im Vorfeld war eine geplante Fusion mit dem Mitbewerber Alliance Entertainment gescheitert. Im Rahmen des Mergers sollten Gläubiger dem angeschlagenen Unternehmen rund 40 Prozent seiner Schulden erlassen. Gleichzeitig gab Valley Media bekannt, Ende vergangener Woche 200 Mitarbeiter der Firmenzentrale entlassen zu haben. Bereits im Oktober hatte Valley Media eine Dependance in Kentucky geschlossen und rund 400 Mitarbeiter dieses Standorts beurlaubt. Außerdem muss sich Valley Media mit einer Anfang November eingereichten Sammelklage auseinander setzen, die falsche Angaben im Börsenprospekt des Unternehmens und zwielichtige Geschäfte mit Investoren beim Börsengang im März 1999 beklagt. Kenner der amerikanischen Handelsszene gehen davon aus, dass Congress Financial als Hauptgläubiger von Valley Media den operativen Tagesbetrieb bis zum Abschluss des Chapter-11-Verfahrens aufrecht erhalten wird, um das Unternehmen dann zu liquidieren.