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USA: T.I. mit Album und Film ganz oben

Mit dem Charts-Einstieg von Rapper T.I. ist die Dürreperiode im US-Tonträgerhandel vorerst zu Ende. Das Album „King“ verzeichnet eine neue Jahresbestleistung bei den Erstwochenverkäufen und stärkt der Führungsetage bei Atlantic den Rücken.

Mit dem Charts-Einstieg von T.I. ist die Dürreperiode im US-Tonträgerhandel vorerst zu Ende. Das Album „King“ verzeichnet eine neue Jahresbestleistung bei den Erstwochenverkäufen und stärkt der Führungsetage bei Atlantic den Rücken. 521.702 Exemplare setzte das Warner-Label bis zum 2. April von der CD ab und platziert den Rapper und Schauspieler auf Rang eins.

Doch der Künstler aus Atlanta ist in dieser Woche nicht nur mit seinen musikalischen Werken erfolgreich: Der am vergangenen Freitag in den US-Kinos angelaufene Warner-Bros.-Film „ATL“, in dem T.I eine tragende Rolle spielt, verbuchte das drittbeste Einspielergebnis des Wochenendes.

Die Verkaufszahlen von „King“ markieren zudem für Atlantic Records das beste Erstwochenergebnis seit Einführung der Charts-Erfassung durch Nielsen SoundScan. Kein Wunder, dass Craig Kallman, Chairman & CEO der Warner-Music-Abteilung, jubilierte und eine dreiseitige Pressemitteilung zum Erfolg der Firma verschicken ließ. In den vergangenen Wochen war in der Branche viel über ein mögliches Aus Kallmans an der Atlantic-Spitze spekuliert worden. Doch mit T.I. sowie den guten Verkäufen von James Blunt, Juvenile und Sean Paul scheint sich das Blatt für Kallman gewendet zu haben.

Und auch auf den hinteren Rängen stimmten die Zahlen. Tim McGraw setzte für Platz zwei 242.000 Kopien seiner „Greatest Hits Vol. 2 – Reflected“ ab, Disneys „High School Musical“ steigert seine Verkaufszahlen weiter und erreicht mit 165.000 Einheiten Position drei und Wu-Tang-Clansman Ghostface Killah steigt nach 110.000 Verkäufen von „Fishscale“ an vierter Stelle ein. Fünfter ist Rob Zombie mit 107.000 Units von „Educated Horses“, gefolgt von Shakira, die dank einer mit zwei Bonustiteln gespickten Wiederveröffentlichung von „Oral Fixation Vol. 2“ von 98 zurück in die Top Ten schießt und dabei 81.000 CDs verkauft.

Tausend Stück weniger schicken James Blunt mit „Back To Bedlam“ von drei auf sieben, wo er knapp vor Prince bleibt, der von „3121“ in der zweiten Woche noch 76.000 Exemplare verkaufen konnte. 69.000 Kopien von „A Death-Grip On Yesterday“ bescheren Atreyu den Charts-Einstieg an neunter Stelle und dem Indielabel Victory Records die zweite Platzierung in den Top Ten in diesem Jahr. Platz zehn schließlich geht an Alan Jackson, der von seinen „Precious Memories“ 58.000 Stück verkaufen konnte und damit einen Top-Ten-Einstieg der Yeah Yeah Yeahs verhindert, die mit „Show Your Bones“ nach 56.000 Verkäufen auf Rang elf debütieren.

Mit insgesamt 10,8 Mio. verkauften Alben setzte die US-Branche in der letzten Woche ein Prozent mehr Einheiten ab als in der Vorwoche und vier Prozent mehr als in der Vergleichswoche des Jahres 2005. Damit beträgt das kumulierte Stückzahlenminus bei 140,4 Mio. seit Jahresanfang verkauften Alben aktuell nur noch drei Prozent. Der Aufwärtstrend könnte auch in der kommenden Woche anhalten: „Me and My Gang“ von den Rascal Flatts zielt nach ersten Trends aus dem Handel auf ein Wochenergebnis von 800.000 Verkäufen, die 21. Ausgabe der Hitkopplungsreihe „Now!“ dürfte jenseits der 300.000er-Grenze ins Ziel kommen und das neue Album von Pink zumindest 100.000 Einheiten absetzen.

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