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US-Tonträgerhandel beendet 2005 mit neun Prozent Minus

In der letzten Woche des Jahres 2005 kehrte im US-Handel wieder Ernüchterung ein. Auf die Spitzenverkäufe zu Weihnachten folgte der Einbruch: Die Branche verkaufte nur noch die Hälfte der Alben.

In der letzten Woche des Jahres 2005 kehrte im US-Handel wieder Ernüchterung ein. Auf die Spitzenverkäufe zu Weihnachten folgte der Einbruch: Die Branche verkaufte im Vergleich nur noch die Hälfte der Alben. Insgesamt waren es 16,7 Mio. Longplayer – 49,6 Prozent weniger als in der Woche davor. Im Vergleich zur Entsprechungswoche des Jahres 2004 war der Tonträgerhandel zwar mit 5,2 Prozent im Plus, doch speziell bei den Topthemen waren die Absatzeinbrüche gravierend.

Alle Top-Ten-Platten verkauften mindestens 56 Prozent weniger, „The Breakthrough“ von Mary J. Blige brach gleich mit minus 74 Prozent ein. Die Gesamtzahl der über den Handel verkauften Alben im Jahr 2005 betrug demnach 618,9 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 9,1 Prozent im Vergleich zu den ungewöhnlichen 53 Verkaufswochen, die das Jahr 2004 im Kalender hatte. Vergleicht man die Zahlen des Jahres 2005 nur mit den 52-Wochen-Werten von 2004, beläuft sich das Stückzahlenminus bei den Albumverkäufen nur noch auf 7,2 Prozent.

Das Gesamtminus der amerikanischen Branche wird allerdings erst im Laufe der nächsten Wochen erkennbar werden, wenn auch die Verkaufsbilanzen im nonphysischen Bereich und die Tonträgerverkäufe über Vertriebskanäle abseits des traditionellen Handels vervollständigt werden.

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