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US-Tonträgerflaute macht sich in HFA-Jahresabschluss bemerkbar

Während die ASCAP das Jahr 2006 mit einem deutlichen Einnahmeplus abschließen konnte, ist der Trend bei der Harry Fox Agency (HFA) genau entgegengesetzt. Der Einbruch bei den CD-Verkäufen setzt der Verwertungsgesellschaft für mechanische Rechte weiter zu.

Während die ASCAP, eine der US-Urheberrechtsgesellschaften für Aufführungsrechte, das Jahr 2006 mit einem deutlichen Einnahmeplus abschließen konnte, ist der Trend bei der für mechanische Rechte zuständigen Harry Fox Agency (HFA) genau entgegengesetzt. Der Einbruch bei den CD-Verkäufen setzt der Verwertungsgesellschaft weiter zu.

Schon die Bilanz für 2005 war für die mehr als 31.000 angeschlossenen Verleger ernüchternd, nun rutschte die HFA auch 2006 wieder ins Minus – wenngleich nicht mehr so drastisch. Die Tantiemeneinnahmen von 349,2 Millionen Dollar aus Mechanicals entsprechen einem Rückgang um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Addiert man indes alle weiteren Einkommensquellen der HFA, bleibt unterm Strich ein Umsatz von 379,4 Millionen Dollar – zwei Prozent mehr als im Jahr davor.

Für das relativ moderate Ergebnis gab es zwei Gründe: Einerseits konnte die Verwertungsgesellschaft ihre Einnahmen durch eine intensivierte Buchprüfung ihrer Lizenznehmer steigern, außerdem profitierten die Urheber von den zum 1. Januar 2006 angehobenen Tantiemensätzen in den USA. Die satzungsgemäßen Abgaben stiegen nämlich von 8,5 auf 9,1 Cents für jeden Song mit bis zu fünf Minuten Spieldauer. Für Lieder, die länger dauern, fallen pro Minute statt 1,65 nun 1,75 Cents an.

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