Eine Untersuchung des amerikanischen Marktforschungsinstituts Edison Media Research hat ergeben, dass vor allem ehemalige Vielkäufer mittlerweile illegale Downloads dem Kauf von Tonträgern vorziehen. Die Studie, die von der Handelszeitschrift „Radio & Records“ in Auftrag gegeben wurde, belegt, dass die Tonträgerkäufe von Internetnutzern, die pro Monat mehr als 100 Songs downloaden, innerhalb eines Jahres um 61 Prozent sanken. Konkret kaufte diese Zielgruppe, die laut Edison 16 Prozent aller zwölf bis 44-Jährigen ausmacht, statt im Schnitt 28,9 CDs nur noch 11,3 CDs. Dieser Wert ist bemerkenswert, angesichts der Tatsache, dass in Deutschland die Vielkäufer für mehr als 36 Prozent des Gesamtumsatzes der Tonträgerindustrie sorgen. 48 Prozent der „Heavy Downloader“ gaben an, gar keine CDs mehr zu kaufen. Die Studie enthält aber auch ein paar für die Industrie erfreuliche Ergebnisse: Der Anteil derer, die kostenlose und illegale Downloads aus moralischen Gründen ablehnen, wuchs innerhalb eines Jahres von fünf auf 14 Prozent. 50 Prozent aller Befragten werten illegale Downloads als „moralisch falsch“ (2002: 39 Prozent). Die Marktforscher werten dies als Zeichen, dass die Anti-Piraterie-Kampagnen der Plattenfirmen langsam ein Umdenken einleiten.
US-Studie: Vielkäufer steigen auf Downloading um
Eine Untersuchung des amerikanischen Marktforschungsinstituts Edison Media Research hat ergeben, dass vor allem ehemalige Vielkäufer mittlerweile illegale Downloads dem Kauf von Tonträgern vorziehen.





