Im amerikanischen Justizministerium sieht man staatliche Beschränkungen neuer Technologien im Ausland mit Sorge. Thomas Barnett, ein Kartellrechtsexperte der US-Regierung, fürchtet regulatorische Maßnahmen, die nach Markteinführung eines Produktes sowohl Hersteller als auch Kunden schaden könnten. Als Beispiel für eine fehlgeleitete staatliche Einflussnahme nannte Barnett den Umgang mit Apples iTunes-Dienst in Europa.
Im Rahmen seiner Rede vor einem Kartellrechtskongress in der amerikanischen Hauptstadt sagte Barnett, ordnungspolitische Schritte, die erst im Nachhinein unternommen werden, schadeten genau jenen Konsumenten, denen sie eigentlich helfen sollen. Die Art und Weise, wie iTunes in Europa auf den Zahn gefühlt werde, sei fehlgeleitete Politik. Dieser Übereifer führe letztlich dazu, dass der Innovations- und Investitionswille von Unternehmen gedämpft wird.





