Mitglieder des US-Repräsentantenhauses haben sich für die Beibehaltung und Ausweitung des Rechts auf Privatkopie bei digitalen Medien ausgesprochen. Die Abgeordnete Zoe Lofgren legte jüngst den Entwurf mit dem Titel „Digital Choice and Freedom Act of 2002“ vor, das vor allem die Position der Verbraucher in der aktuellen Diskussion stärken soll. So fordert die Demokratin die Aufrechterhaltung der zulässigen Privatkopie für DVDs, Musik-CDs und E-Books, und will den Konsumenten zudem das Recht einräumen, technische Schutzmaßnamen zu umgehen, die die Ausübung von Verbraucherrechten behindern. Auch sogenannte „Schutzhüllenverträge“, die dem Käufer die angemessene Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials untersagen, sollen künftig nicht mehr uneingeschränkt zum Zuge kommen. Lofgren erklärte ihren Vorstoß mit dem Umstand, dass die Verbraucher eine Stimme in dieser Debatte benötigten, die bislang nur zwischen Unterhaltungsindustrie und Geräteherstellern geführt werde. Der Entwurf unterscheidet sich auch von den Vorstellungen der deutschen Bundesregierung zur Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie: Zwar soll auch hier das Recht auf Privatkopie Aufrecht erhalten werden, Kopierschutzmaßnahmen werden aber grundsätzlich gestattet.
US-Politiker wollen Recht auf Privatkopie ausweiten
Mitglieder des US-Repräsentantenhauses haben sich für die Beibehaltung und Ausweitung des Rechts auf Privatkopie bei digitalen Medien ausgesprochen.





