Im Kampf gegen die Internetpiraterie gewinnen die Plattenfirmen einer Erhebung der Agentur „AP“ zufolge die meisten Prozesse gegen Privatpersonen. Die Verklagten geraten laut Medienberichten durch die Schadensersatzforderungen häufig in finanzielle Notlagen. Viele akzeptieren aus Angst vor hohen Kosten eine außergerichtliche Einigung. „Ich habe noch nie eine solche Situation erlebt, in der mächtige Kläger und Anwälte auf der einen Seite so vielen ganz normalen Leuten auf der anderen Seite gegenüber stehen“, erklärte U.S.-District-Richterin Nancy Gertner, an deren Gericht Dutzende von Urheberrechtsklagen eingereicht wurden. Nach Angaben der RIAA wurden bisher mindestens 807 Fälle durch eine außergerichtliche Einigung beigelegt, die die Betreffenden zu einer Zahlung von rund 3000 Dollar, umgerechnet 2450 Euro, verpflichtet. Verliert ein Angeklagter jedoch ein Verfahren vor Gericht, entstehen Kosten von mindestens 7500 Dollar, umgerechnet 6100 Euro. Die hohen Strafen und geringen Gewinnchancen hielten die meisten Delinquenten davon ab, es auf ein Verfahren ankommen zu lassen. Dies verhindert nach Meinung von Experten die Klärung wichtiger Fragen über das Urheberrecht und die Methoden der Industrie bei der Verfolgung illegaler Downloads.
US-Musikpiraten bevorzugen außergerichtliche Einigungen
Im Kampf gegen die Internetpiraterie gewinnen die Plattenfirmen die meisten Prozesse gegen Privatpersonen. Die Verklagten geraten Medienberichten zufolge durch die Schadensersatzforderungen häufig in finanzielle Notlagen. Viele akzeptieren aus Angst vor hohen Kosten eine außergerichtliche Einigung.





