Recorded & Publishing

US-Musikkunden werden älter – und weniger

Weibliche Käufer, Musikfans über 45 und Rock-Liebhaber führen die Kategorien der Konsumentenstudie der Recording Industry Association of America (RIAA) für das Jahr 2002 an.

Weibliche Käufer, Musikfans über 45 und Rock-Liebhaber führen die Kategorien der Konsumentenstudie der Recording Industry Association of America (RIAA) für das Jahr 2002 an. Dabei sank die Gesamtzahl der an den Handel ausgelieferten Tonträger inklusive Musik-DVDs von 13,7 Milliarden im Jahr 2001 auf 12,6 Milliarden. 50,5 Prozent der Kunden, die Tonträger erwarben, waren 2002 weiblich. Bei den Altersgruppen nimmt das Segment der über 45-Jährigen die Spitzenposition mit 25,5 Prozent Marktanteil ein – das sind 1,8 Prozent mehr als 2001. Es folgen die 15- bis 19-Jährigen mit einem Marktanteil von 13,3 Prozent vor den 20- bis 24-Jährigen mit 11,5 und den 30- bis 34-Jährigen mit 10,8 Prozent. Das bevorzugte Genre der amerikanischen Plattenkäufer bleiben Rock-Tonträger mit 24,7 Prozent, das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen kräftigen Aufwind verspürten Rap- und HipHop-Platten mit einem Plus von fast 2,5 Prozent auf nun 13,5 Prozent. In der Liste der beliebtesten Genres folgen R&B/Urban mit 11,2 Prozent Marktanteil, Country mit ebenfalls 11,2 sowie Pop mit nur noch neun Prozent (Vorjahr 12,1). Die Rangliste der Formate führt die CD mit 90,5 Prozent an. Digitale Downloads machen fünf Prozent aus, MCs rangieren bei 2,4 Prozent. Die DVD Audio liegt bei 1,3 Prozent. Erstmals kauften die US-Kunden Tonträger am häufigsten in Outlets, für die Tonträger nur einen Teil des Warenangebots darstellen, wie Kaufhäuser oder Elektromärkte. Nur noch 36,8 Prozent erwarben ihre Musikkonserven in reinrassigen Plattenläden. Vier Prozent machte das Clubgeschäft aus. 3,4 Prozent bezogen ihre Tonträger übers Internet.