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US-Musikgeschäft bricht weiter ein

Die US-Branche hangelt sich in den Wochen nach Weihnachten von einer ernüchternden Meldung zur nächsten. Das Geschäft bleibt auf einem historischen Tiefststand.

Die US-Branche hangelt sich in den Wochen nach Weihnachten von einer ernüchternden Meldung zur nächsten. Das Geschäft bleibt auf einem historischen Tiefststand. Nur 8,09 Millionen Alben wurden in der Woche bis zum 14. Januar verkauft. Das sind noch einmal 14 Prozent weniger als in der ohnehin schon äußerst schwachen Vorwoche und im Vergleich zur Vorjahreswoche ist der Absatzschwund fast genauso hoch.

Die seit Jahresbeginn verkauften 17,5 Millionen Alben bedeuten sogar 16 Prozent weniger Umsatz als im Januar 2006. Das US-Tonträgergeschäft scheint das neue Jahr also mit dem falschen Fuß begonnen zu haben. Ungeachtet dessen heißt der Spitzenreiter in den aktuellen Longplay-Charts wieder „Dreamgirls“. Der Soundtrack zum gleichnamigen Film war schon in der vergangenen Woche die Nummer eins mit den geringsten Verkäufen seit Einführung der Charts-Erfassung durch Nielsen SoundScan. Mit 60.000 weiteren Exemplaren unterschreitet das Album diesen Wert sogar noch.

Ebenfalls stabil ist Akon, dessen „Konvicted“ für Rang zwei nur 55.000 Käufer überzeugen musste. Platz drei geht an Justin Timberlake für weitere 51.000 Verkäufe von „FutureSex/LoveSounds“. 1000 CDs weniger reichen Chris Daughtry und „Daughtry“ für Position vier. An fünfter Stelle steigt der Soundtrack zu „Jump In!“ mit 49.000 Kopien in die Top Ten ein. Das Album ist ein weiteres Produkt aus dem Disney-Stall und wartet u.a. mit Songs von Corbin Bleu auf, der sich schon als Darsteller im „High School Musical“ bei der Preteen-Zielgruppe durchgesetzt hatte.

Sechste ist Beyoncé, deren „B’Day“ sich mit 41.000 verkauften Einheiten in der Spitzengruppe zurückmeldet. Rang sieben geht an die Hitkopplung „Now! 23“, die weitere 38.000 Käufer haben wollten. 1000 Kunden weniger griffen zu „Love“ von den Beatles und 2000 weniger zückten den Geldbeutel für „The Inspiration“ von Young Jeezy. Und mit weiteren 35.000 Verkäufen auf dem Konto rückt Nickelback auf der Zehn mit „All The Right Reasons“ ein weiteres Mal in die Top Ten vor.

Bezeichnend für die derzeitige Flaute im amerikanischen Handel ist auch die Tatsache, dass es nur noch ein weiteres neues Album in die Top 100 geschafft hat. Yo-Yo Ma reichten bereits 9000 verkaufte Exemplare, um „Appassionato“ auf Rang 79 zu platzieren.

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