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US-Markt verbucht Weihnachtsschub

Mit einem fulminanten Schlussspurt gab der US-Handel zu Weihnachten kurz vor Jahresende noch einmal ein deutliches Lebenszeichen von sich. Der wöchentliche Albenabsatz wuchs um ein Drittel und die wichtigsten Neuveröffentlichungen übertrafen die Erwartungen. Trotzdem bleibt das Gesamtminus zweistellig.

Mit einem fulminanten Schlussspurt gab der US-Handel zu Weihnachten kurz vor Jahresende noch einmal ein deutliches Lebenszeichen von sich. Der Albenabsatz wuchs im Vergleich zur Vorwoche um 34 Prozent auf insgesamt 33 Mio. Stück. Und das, obwohl am sonst zur Statistik zählenden Sonntag die wichtigsten Händler diesmal wegen des Feiertags geschlossen hatten.

Sogar im Vergleich zur Entsprechungswoche aus dem Jahr 2004 konnte die Branche um zwei Prozent zulegen – das kam in diesem Jahr selten vor. Dennoch dürfte sich die Freude im Handel in Grenzen halten. Das Gesamtminus bleibt bei rund zehn Prozent, seit Jahresanfang wurden erst 602 Mio. Alben verkauft.

Doch aktuell übertrafen vor allem die wichtigsten Neuveröffentlichungen die Erwartungen. Die 727.000 Einheiten von Mary J. Bliges „The Breakthrough“ liegen gut 20 Prozent über dem prognostizierten Wert. Auch die Erstwochenverkäufe von Jamie Foxx und The Notorious B.I.G. entpuppten sich als unerwartet hoch. Zudem legten Alben, die schon seit Wochen in den Spitzenpositionen der Charts rangieren, noch mal deutlich zu. Mariah Carey verzeichnete beim Absatz ihres Dauerbrenners „The Emancipation Of Mimi“ einen Zuwachs von 52 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Carrie Underwood freute sich über 48 Prozent mehr Verkäufe und Eminem über 33 Prozent. Sein „Curtain Call – The Hits“ hat damit nach knapp drei Wochen im Handel fast 1,2 Mio. Einheiten verkauft. 37 Wochen benötigte Mariah Carey für die derzeit 4,6 Mio. Kopien, die sie von ihrem Album seit April verkaufen konnte. Die Popdiva könnte bei diesem Verkaufstempo bis Jahresende das Ziel „erfolgreichstes Album 2005“ erreichen. Vor Carey liegt im Moment nur noch 50 Cent mit derzeit 4,8 Mio. Kopien von „The Massacre“. Aber die Absatzzahlen für den Rapper sind nur noch im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Auffällig in der Weihnachtswoche: Die US-Konsumenten griffen überdurchschnittlich stark zu Top-Ten-Ware. Die zehn erfolgreichsten Alben der Woche verkauften zusammen 3,93 Mio. Exemplare und waren somit für zwölf Prozent der Gesamtverkäufe verantwortlich. Das ist ein Zuwachs um 81 Prozent für die Top Ten, die in der Woche davor nur 2,17 Mio. Einheiten absetzen konnten.

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