Recorded & Publishing

US-Markt stößt an digitale Grenzen

Die Zeit der ganz großen Zuwächse im US-Digitalgeschäft ist vorbei. Das belegen die knapp unter Vorjahresniveau rangierenden Zahlen der kumulierten Trackdownloads. Jean Littolff, den in London ansässigen Managing Director von Nielsen Music, macht dafür eine Sättigung des Markts verantwortlich.

Die Zeit der ganz großen Zuwächse im US-amerikanischen Digitalgeschäft ist vorbei. Das belegen die sich Woche für Woche zumeist knapp unter Vorjahresniveau bewegenden Zahlen der kumulierten Trackdownloads. Nun melden sich auch die Marktforscher von Nielsen mit einer entsprechenden Einschätzung zu Wort, und analysieren zudem die Entwicklung: 630 Millionen Trackdownloads zählte Nielsen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in den USA – etwa genauso viele wie im Vorjahreszeitraum. In den Jahren zuvor hatten die USA noch prozentual zweistellige Zuwachsraten zu vermelden. Jean Littolff, den in London ansässigen Managing Director von Nielsen Music, macht gegenüber der „Financial Times“ eine „relativ plötzlich“ erfolgte Sättigung des Markts und die allgemeine Wirtschaftslage für diese Entwicklung verantwortlich. Musik, so meint Littolff, sei schließlich eher ein „nice-to-have“ und nichts Lebensnotwendiges: „Wenn die Kunden ihren iPod einmal aufgefüllt haben, kaufen sie nicht einfach weiter“, meint er. Viele Musikfans hätten ihre Sammlung digitalisiert, nun fehle der Drang, Neuveröffentlichungen zu erwerben. Ganz sicher liege es nicht an der Vielzahl der verschiedenen musikalischen Angebote.

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