Zum Halbjahr sah es in den USA noch nach einem deutlichen Zuwachs im Musikgeschäft aus. Doch nach zuletzt 13 enttäuschenden Verkaufswochen am Stück kann die amerikanische Branche froh sein, wenn die ersehnte Trendwende sich in einem Plus von über zwei Prozent ausdrückt. In der Woche, die mit dem 12. Dezember endete, verkaufte der Handel laut Nielsen SoundScan 21,8 Mio. Alben. Das sind zwar 22 Prozent mehr als in der Woche davor, aber elf Prozent weniger als in der Vergleichswoche aus dem Jahr 2003. In der betreffenden Woche verkauften immerhin die ersten 23 Plätze der Albumcharts jeweils mindestens 100.000 Exemplare, doch der Rest der Top 200 schwächelte. Diese Tendenz ist nun seit rund drei Monaten festzustellen und dämpft die Hoffnungen der US-Branche auf einen erfreulichen Jahresabschluss.
Während das Absatzplus noch bis Mitte September über sieben Prozent betrug, liegen die kumulierten Albumverkäufe seit Jahresanfang nun bei 605 Mio. Einheiten. Das entspricht einem Zuwachs von lediglich zwei Prozent. Besonders enttäuschend ist dabei für Handel und Industrie, dass gerade die zahlreich gesäten VÖ-Schwerpunkte des vierten Quartals die in sie gesetzten Erwartungen zumeist nicht erfüllen. Doppelt ärgerlich: Viele Labels haben mit ihrer zum Saisongeschäft hin geplanten Veröffentlichungspolitik ihr Pulver weit gehend verschossen, vielversprechende Verkaufsschlager werden daher auch in den kommenden Wochen eher selten sein.





