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US-Markt 2004: Universal bleibt das Maß der Dinge

Trotz der Fusion von Sony Music und BMG konnte sich Universal auch im Jahr 2004 als Marktführer in den USA behaupten. Aber die deutsch-japanische Zweckehe sitzt dem Branchenprimus mächtig im Nacken.

Trotz der Fusion von Sony Music und BMG konnte sich Universal auch im Jahr 2004 als Marktführer in den USA behaupten. Aber die deutsch-japanische Zweckehe sitzt dem Branchenprimus mächtig im Nacken. Laut den Zahlen der Marktforscher von Nielsen SoundScan lieferte Universal Music & Video Distribution (UMVD) im vergangenen Jahr (bis zum 2. Januar) 29,6 Prozent aller Platten (aktives und Katalogrepertoire) aus. Knapp dahinter folgt Sony BMG Music Entertainment Sales mit 28,4 Prozent. Rang drei belegt Warner mit 14,7 Prozent, EMI Music Marketing bildet mit 9,9 Prozent das Schlusslicht der Majors. Die Independentvertriebe kommen demnach zusammen auf einen Marktanteil von 17,4 Prozent. Das Duopol der Marktführer vereinigt also 58 Prozent des US-Markts.

Noch deutlicher wird diese Vormachtstellung bei den Anteilen an aktuellen Albenveröffentlichungen: UMVD verzeichnet da 32,2 Prozent, Sony BMG 29,8 Prozent – macht zusammen 62 Prozent. Warner und EMI bleiben da beinahe Zuschauer mit 13 bzw. 9,2 Prozent Marktanteilen. Selbst bei einem von manchen Beobachtern erwarteten Zusammenschluss von Warner und EMI blieben Universal und Sony BMG weiter unangefochten. Die Indies teilen sich die restlichen 15,8 Prozent des Marktes mit aktuellen Alben. Im Wettstreit der Repertoire-Divisionen der einzelnen Konzerne sicherte sich die Columbia Records Group mit 6,6 Prozent des Gesamtmarktes Position eins, gefolgt von Warner Bros. Records (6,4 Prozent), Interscope/A&M/DreamWorks (5,7 Prozent), Island DefJam Music Group (5,5), RCA Music Group (5,0), Atlantic (4,8), Epic (4,8), Universal Records/Motown (4,8), Capitol (4,1) und Zomba (3,9).

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