Amerikanische Plattenfirmen haben eine neue Methode gefunden, wie sie die Charts-Positionen ihrer Songs beeinflussen können: Sie kaufen Werbezeiten bei Radiosendern, in denen die jeweiligen Titel im Powerplay gespielt werden. Laut einem Bericht der „Los Angeles Times“ sei es für die US-Labels inzwischen gängige Praxis, in den Nachtstunden größere Werbeblocks für einen einzigen Titel zu nutzen. Mit diesem Plus an Airplay-Einsätzen steigen die Songs in den US-Singles-Charts, wo die Radio-Beimischung im Gegensatz zu Deutschland für die Erstellung der Hitlisten mitzählt. Einige Sender spielen die nächtlichen „Werbespots“ über 40 mal in einer Woche. So kämen nach Ansicht der „LA Times“ landesweit mehrere hundert Airplays zusätzlich zustande. Angeblich liege das Budget der Labels für derartige Promotionaktivitäten bei bis zu 60.000 Dollar pro Single. Dieses Vorgehen ist zwar legal, jedoch sorgen sich die Charts-Ersteller von Nielsen Broadcast Data Systems und Mediabase bereits um die Aussagekraft ihrer Hitlisten.
US-Labels nutzen Werbung für Airplay
Amerikanische Plattenfirmen haben eine neue Methode gefunden, wie sie die Charts-Positionen ihrer Songs beeinflussen können: Sie kaufen Werbezeiten bei Radiosendern, in denen die jeweiligen Titel im Powerplay gespielt werden.





