Auch wenn die aktuellen Verkaufszahlen in den USA mit den Vorjahreswerten bislang nicht mithalten können, so war zuletzt wenigstens eine minimale Aufwärtstendenz zu erkennen. Der traditionelle Handel spürt davon jedoch nichts. Die Absatzzahlen bei Fachhandelsketten wie f.y.e., Sam Goody oder Wherehouse liegen im Vergleich zum Jahresbeginn 2005 um acht Prozent niedriger. Unabhängige Plattenläden wie Waterloo (Austin), Amoeba (Los Angeles) oder Criminal Records (Atlanta) büßten bisher sogar 26,6 Prozent ihrer Verkäufe ein.
Lediglich die großen Verbrauchermärkte und Kaufhäuser wie Wal-Mart, Best Buy oder Target konnten ihr Verkaufsniveau halten. Die einzige Handelsform, die auch in dieser anhaltend schwachen Konjunktur Wachstum melden kann, sind die Nontraditional Outlets wie z.B. Starbucks oder Amazon. Dort stiegen die Verkaufszahlen seit Jahresbeginn um 55,1 Prozent. Und natürlich hält auch der Digitalboom an: Der Absatz von Albumdownloads ist mit fast 148 Prozent im Plus, die Zahl der online verkauften Einzeltracks stieg um 110 Prozent.
Insgesamt verkaufte die US-Branche bis zum 19. Februar 12,3 Mio. Alben – 2,4 Prozent mehr als in der Woche davor, jedoch 2,9 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Jahres 2004. Seit Jahresbeginn setzte der Handel 75,7 Mio. Alben ab – ein Minus von 2,3 Prozent. Katalogtitel sind weniger stark vom Rückgang betroffen (-0,7 Prozent) als das aktuelle Repertoire (-3,4 Prozent).





