Auch kurz vor Beginn der heißen Phase des Saisongeschäfts ist von einer Marktbelebung im US-Tonträgermarkt weiterhin nichts zu spüren. 13,1 Mio. Alben wurden in der Woche bis zum 20. November verkauft. Das sind zwar 9,8 Prozent mehr als in der Woche davor, aber auch 14,1 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Vorjahres. Und auch das am heutigen 24. November beginnende Thanksgiving-Wochenende dürfte daran nur wenig ändern. Es sei denn, die alljährlich zu dieser Zeit zu beobachtenden Sonderrabatte im Einzelhandel lassen die Kunden in Scharen zu den CD-Regalen stürmen.
Erste Trends weisen indes eher auf ein weiterhin zögerliches Konsumverhalten der Musikfans hin. Die Top-VÖs der laufenden Woche scheinen die aktuellen Charts-Spitzenreiter in Sachen Verkaufszahlen nicht überflügeln zu können: System of a Down wird mit „Hypnotize“ vermutlich wie Madonna in der ersten Woche rund 350.000 Einheiten absetzen. Und die Verkaufserwartungen für die neuen Alben von Juelz Santana, Chamillionaire, Enya, Scott Stapp oder Reba McEntire liegen allesamt bei jeweils deutlich unter 200.000 Exemplaren.
Mit solchen Zahlen lässt sich keine Trendwende mehr erreichen. Seit Jahresanfang konnte der US-Handel 492,4 Mio. Alben verkaufen. Zur gleichen Zeit vor einem Jahr stand der Zähler bereits auf 545,8 Mio. Stück. Dass die amerikanische Branche in den verbleibenden sechs Wochen dieses fast zehnprozentige Defizit noch wettmachen kann, ist angesichts der aktuellen Situation im Handel eher unwahrscheinlich.





