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US-Geschäft kommt nicht aus der Talsohle

Das Musikgeschäft in den USA bleibt in diesen Wochen ein schwieriges Unterfangen. Selbst Valentinstag und Grammy-Verleihung brachten den Fachhändlern nicht die erhofften Absatzzuwächse.

Das Musikgeschäft in den USA bleibt in diesen Wochen ein schwieriges Unterfangen. Selbst Valentinstag und Grammy-Verleihung brachten den Fachhändlern nicht die erhofften Absatzzuwächse. Insgesamt setzte die Branche bis zum 12. Februar mit rund zwölf Mio. Alben 9,9 Prozent mehr Longplayer ab als in der Woche davor, doch im Vergleich zur Vorjahreswoche entspricht dies einem Minus von 7,4 Prozent. Seit Jahresbeginn verkauften die Händler bislang 63,3 Mio. Alben – 2,2 Prozent weniger als zur gleichen Zeit vor einem Jahr.

Besonders hart trifft diese anhaltende Konjunkturdelle wie so oft die Händler, die am meisten Verkaufsfläche für Musik bereitstellen: Große Märkte wie Wal-Mart, Best Buy oder Target liegen mit ihren Musikverkäufen auf relativ konstantem Niveau. Fachhandelsketten wie f.y.e., Sam Goody oder Wherehouse verloren dagegen zuletzt 8,1 Prozent. Unabhängige Händler büßten sogar 26,2 Prozent ein. Nach Weihnachten mussten bereits einige der kleinen Spezialisten dichtmachen. Profiteure dieses Wandels im Konsumentenverhalten sind die Nontraditional Outlets wie Starbucks, die aktuell 55,4 Prozent mehr Alben verkauften.

Doch trotz der insgesamt eher ernüchternden Zahlen konnten zumindest einige der Grammy-Protagonisten ihre Präsenz an den Kassen deutlich steigern: Mariah Careys „The Emancipation Of Mimi“ legte um 70 Prozent zu, Kelly Clarksons „Breakaway“ verzeichnete ein Plus von 109 Prozent und „How To Dismantle An Atomic Bomb“ von U2 steigerte die Absatzzahlen um 512 Prozent. Am stärksten wuchsen die Verkäufe von John Legend: „Get Lifted“ konnte ein Plus von 780 Prozent verbuchen.

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