Gegen Ende des Jahres 2025 sickerte durch, dass sich ein unter der Flagge Anna’s Archive segelnder Zusammenschluss von Aktivist:innen Zugang zur Spotify-Datenbank verschafft hatte. Dabei erbeuteten die Hacker nach eigenen Angaben Metadaten von 256 Millionen Songs und 86 Millionen Audiodateien, die sie später teils über BitTorrent-Plattformen veröffentlichten. Die drei Major-Labels und Spotify reichten noch am 26. Dezember eine Klage gegen die Gruppe ein.
Ein New Yorker Bundesgericht erließ nun am 14. April 2026 ein Säumnisurteil gegen Anna’s Archive, nachdem sich die namentlich auch weiterhin nicht bekannten Köpfe hinter der Gruppe in dem Verfahren nicht zu Wort gemeldet hatten. Spotify stehen laut Berichten von unter anderem „Billboard“ oder „Music Ally“ Gelder in Höhe von 300 Millionen Dollar zu, die drei Majorkonzerne sollen zusammengerechnet weitere 22,2 Millionen Dollar erhalten.
Unklar bleibt derweil, ob sich der Richterspruch vollstrecken lässt.




