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US-Downloadmarkt wuchs 2005 um 147 Prozent

Die Verkäufe von physischen Tonträgern brachen in den USA zwar in der Woche nach Weihnachten um rund 50 Prozent ein, doch dafür verbuchten die Downloadhändler einen erneuten Rekord. In der letzten Woche des Jahres kauften Amerikaner 19,9 Mio. Songfiles.

Die Verkäufe von physischen Tonträgern brachen in den USA zwar in der Woche nach Weihnachten um rund 50 Prozent ein, doch dafür verbuchten die Downloadhändler einen erneuten Rekord. In der letzten Woche des Jahres kauften Amerikaner 19,9 Mio. Songfiles. Das ist mehr als doppelt so viel wie in der Weihnachtswoche, als 9,6 Mio. Downloads ebenfalls einen neuen Bestwert bedeuteten. Für das explosionsartige Wachstum dürften die zu Weihnachten verschenkten Digitalplayer und Gutscheine für die diversen Downloadshops verantwortlich sein.

Die Spitzentitel setzten allesamt mehr als 100.000 digitale Einheiten ab, bester war die Formation D4L, die mit ihren 175.000 Downloadverkäufen von „Laffy Taffy“ einen weiteren Rekord im US-Markt aufstellten. Bislang lag Kanye Wests „Gold Digger“ mit 80.500 Digitalverkäufen an der Spitze der Wochenstatistiken. Im gesamten Kalenderjahr setzte die US-Branche 352,6 Mio. Downloads ab – ein Zuwachs um 147 Prozent im Vergleich zu 2004. Die Zahl der digital verkauften Alben stieg auf 16,2 Mio. Einheiten.

Laut den Charts-Ermittlern von Nielsen SoundScan übersprang die Zahl der in den USA im physischen und im digitalen Geschäft zusammengerechnet verkauften Einheiten im Jahr 2005 erstmals seit Beginn der SoundScan-Ära im Jahr 1991 die Marke von einer Mrd. Einheiten. Im Vorjahr flossen nach „Billboard“-Angaben noch 817 Mio. Verkäufe in die Jahresbilanz ein.

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