Das Musikgeschäft im größten Markt der Welt muss nach der offiziellen Statistik des ersten Halbjahres mit roten Zahlen leben. Amerikanische Plattenfirmen verkauften bis Ende Juni mit 326,8 Mio. Einheiten 5,7 Prozent weniger physische Tonträger und nahmen damit 4,78 Mrd. Dollar ein. Das sind 5,3 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2004. Der CD-Absatz betrug dabei 300,5 Mio. Einheiten, zudem wurden 3,3 Mio. Singles, 11,6 Mio. DVDs und rund sieben Mio. DualDiscs verkauft. Bei den Verkäufen der 200 erfolgreichsten Alben beträgt das Stückzahlenminus sogar 9,5 Prozent: Die Toptitel konnten nur noch 93 Mio. Einheiten absetzen.
Einzig das Downloadgeschäft gibt mit enormen Zuwächsen Anlass zur Hoffnung. Im ersten Halbjahr wurden in den USA laut Charts-Ermittler Nielsen SoundScan 159 Mio. Titel als Downloads verkauft – ein Wachstum von 154 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der damit erzielte Umsatz wuchs um 171 Prozent auf geschätzte 198 Mio. Dollar und entspricht damit einem Viertel des weltweiten Digitalumsatzes. Bestverkaufte Alben des ersten Halbjahres waren „The Massacre“ von 50 Cent, „The Emancipation Of Mimi“ von Mariah Carey und „The Documentary“ von The Game.





