Dass der Absatz auf dem US-Tonträgermarkt nach Ostern wieder nachlassen würde, war zu erwarten. Dass das Geschäft gleich um knapp ein Viertel einbrechen würde, nicht. 8,05 Millionen Alben verkaufte der Handel in der Woche bis zum 15. April. Das sind 23,8 Prozent weniger als in der Vorwoche und 32 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des letzten Jahres.
Mit insgesamt 136,8 Millionen verkauften Alben seit Jahresanfang beträgt das Minus der US-Branche derzeit rund 17 Prozent. An der Spitze der aktuellen Charts blieb dennoch alles beim Alten. Die Hitkopplung „Now! 24“ verteidigt ihre Poleposition mit nur 89.000 Verkäufen, gefolgt von Country-Star Tim McGraw und seinen 66.000 Einheiten von „Let It Go“. An die dritte Stelle kämpft sich Akon mit 60.000 Kopien von „Konvicted“ vor.
Der höchste Neueinstieg und zugleich die beste Erstverkaufswoche gelingt Bright Eyes. Die Band um Conor Oberst fand für Rang vier auf Anhieb 58.000 zahlende Fans für das neue Album „Cassadaga“. Nur ein paar Dutzend Platten weniger verkaufte Timbaland, dessen „Timbaland presents Shock Value“ weiter Platz fünf belegt. Sechster ist Chris Daughtry mit 54.000 Exemplaren von „Daughtry“, gefolgt von Beyoncé und ihren 51.000 Verkäufen von „B’Day“. Tausend Stück weniger bescherten Martina McBride mit „Waking Up Laughing“ den Abstieg auf Position acht.
Neu auf neun steigt die Metal-„Supergroup“ HellYeah ein. Die Band, bestehend aus Mitgliedern der Formationen Pantera, Mudvayne und Nothingface, verkaufte 45.000 Exemplare ihres Debütalbums. Stabil auf der Zehn hält sich Alison Krauss mit weiteren 42.000 Verkäufen von „A Hundred Miles Or More: A Collection“. In der laufenden Woche hoffen die Händler nun auf einigermaßen gute Verkäufe für die neuen Alben von Avril Lavigne und Nine Inch Nails.






