Recorded & Publishing

Urheberserie: Hitmacher im Nebenberuf

Komponisten, Textdichter, Arrangeure, Produzenten – sie alle stehen als Urheber an der Basis der Verwertungskette. Die MusikWoche-Serie „Urheber – Die Quelle der Wertschöpfung“ stellt die Fraktionen der Kreativwirtschaft und ihre Verflechtung mit den Verwertern vor. Die erste Folge greift die Perspektive der Produzenten auf.

“Das Urheberrecht ist für Musikproduzenten heute viel wichtiger als noch vor zehn Jahren“, erklärt Mike P. Heisel. Viele Produzenten sind verstärkt selbst als Autoren aktiv oder gründen eigene Verlage, um an ihren Aufnahmen zu partizipieren. Damit reagieren sie auf einen gravierenden Umbruch in ihrem Berufsfeld: „Allein von den Vorschüssen der Plattenfirmen kann ein Produzent heute seinen Studiobetrieb nicht mehr aufrechterhalten“, sagt Heisel. Die Produktionsbudgets der Musik labels schrumpften im vergangenen Jahrzehnt um fast 75 Prozent. So sind die Studiobetreiber gezwungen, sich neue Vergütungsquellen zu suchen – und das bedeutet für viele den Abschied von der Musik. Heisel nennt ein Beispiel: Axel Breitung produzierte in den 90er-Jahren Hit auf Hit für DJ Bobo oder Rednex. 2001 erhielt er einen Echo als Produzent des Jahres und war 2003 einer der Mitbegründer des mpag. Um seinen großen Studiobetrieb mit mehreren Mitarbeitern in Hamburg aufrechtzuerhalten, wandte er sich ab 2004 mehr und mehr der DVD-Produktion zu.

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