Recorded & Publishing

Urheber sagen „nein“ zu acht Prozent

Urheberrechtsgesellschaften in ganz Europa haben einen pauschalen Vorschlag der Tonträgerindustrie zur Vergütung von Downloads, CDs und DVDs ausgeschlagen. Ein Vergütungssatz von acht Prozent schien den Rechteverwertern nicht akzeptabel.

Urheberrechtsgesellschaften in ganz Europa haben einen pauschalen Vorschlag der Tonträgerindustrie zur Vergütung von Downloads, CDs und DVDs ausgeschlagen. Ein Vergütungssatz von acht Prozent schien den Rechteverwertern nicht akzeptabel. Wie die Londoner Tageszeitung „The Times“ berichtet, sollten diese acht Prozent europaweit für alle Verkäufe gelten. Die Urheberrechtsgesellschaften wollen jedoch noch weiter über die Vergütungshöhe verhandeln. In Deutschland wurde die Frage nach dem Tantiemensatz für Download-Verkäufe zuletzt heftig debattiert. Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Phonoverbände, warf der GEMA vor, den möglichen Erfolg von Download-Shops schon im Keim durch zu hohe Tantiemenforderungen zu ersticken. Die GEMA konterte, die Industrie versuche ihre Krise auf dem Rücken der Künstler auszutragen. Da die Plattenfirmen mit ihrem Vorstoß vorerst kein Glück hatten, werden Download-Dienste wie Napster, Connect oder iTunes Music Store in den einzelnen europäischen Ländern weiter eigenständige Angebote aufbauen müssen.

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