Im Zuge der Diskussionen um den so genannten Zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle fürchten die Mitglieder der GEMA eine „radikale Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Musikautoren“. Im Zentrum der Kritik stehen vor allem die Vergütungsansprüche für private Vervielfältigungen.
„Die in der GEMA zusammengeschlossenen Musikautoren und -verleger können sich bei der Diskussion um den Korb zwei des Eindrucks nicht erwehren, dass die Bundesregierung den Lobbyisten der Herstellerindustrie mehr Gehör schenkt als den musikalisch kreativen Menschen, die mit ihrer Arbeit ja erst alle weiteren Stufen der Wertschöpfungskette im Musikgeschäft ermöglichen“, mahnte GEMA-Vorstandssprecher Jürgen Becker bei der Vorlage der Jahresbilanz der Verwertungsgesellschaft für 2005 am 27. März in Berlin. „Auch hier muss die GEMA beklagen, dass die Wirtschaftsmacht von Herstellerfirmen offenkundig mehr Gewicht hat als der Auftrag des Staates, das geistige Eigentum zu schützen.“






