Der französische Mischkonzern Vivendi, Besitzer der Universal Music Group, ist offenbar zu größeren Konzessionen gegenüber den europäischen Wettbewerbshütern bereit. Um die Genehmigung der EU-Kommission für die geplante Übernahme von BMG Music Publishing zu erhalten, erwägt Universal Music sogar die Trennung von einem Filetstück des Übernahmeziels.
Die BMG-Verlagstochter Zomba Music Publishing soll nach Reuters-Informationen im Zuge der Fusion abgestoßen werden und somit sowohl die Kartellwächter in Brüssel als auch den Independentverband Impala milde stimmen. Ebenfalls zur Debatte steht offenbar auch 19 Songs, die Division von Simon Fullers Unternehmensgruppe 19 Entertainment ist gegenwärtig ebenfalls Teil von BMG Music Publishing.
Der Zomba-Katalog wurde Ende 2002 Teil des BMG-Musikverlags als Bertelsmann die Zomba Music Group übernahm. Die Firma wertet u.a. die Verlagsrechte von Britney Spears, Justin Timberlake und den Boybands ‚N Sync und Backstreet Boys aus.
Wie viel Zomba Publishing auf dem freien Markt wert wäre, ist unklar. Bertelsmann hatte damals 2,76 Milliarden Euro für drei Viertel der Zomba Music Group bezahlt. Gütersloh war allerdings schon zehn Jahre davor als Investor bei Zomba eingestiegen. Der Verkauf der gesamten Musikverlagssparte brachte Bertelsmann im vergangenen Jahr 1,63 Milliarden Euro ein.
Noch bis zum 1. Juni prüft allerdings die Europäische Kommission, ob sie den Zusammenschluss der Universal Music Publishing Group und des BMG-Verlags genehmigen will.





