Die Europäische Kommission scheint bei der geplanten Fusion von Universal Music Publishing und BMG Music Publishing erhebliche Bedenken zu haben. Anders lassen sich die Konzessionsangebote von Universal kaum erklären.
Bereits vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Universal sich gegebenenfalls von den Unternehmensbereichen Zomba Publishing, BBC Music, 19 Songs und einer Reihe kleinerer Kataloge trennen würde. Nun berichten Insider, dass auch der Rondor-Verlag verkauft werden soll, um grünes Licht aus Brüssel zu bekommen. Dafür habe Universal die kleineren ursprünglich zur Disposition gestellten Verlagsteile wieder vom grünen Tisch genommen, hat die Agentur Bloomberg erfahren.
Die Universal-Verlage hatten Rondor Music im Jahr 2000 für 211 Millionen Dollar von ihren Gründern Herb Alpert und Jerry Moss übernommen. Wie viel die Firma heute auf dem freien Markt erzielen würde, ist unklar. Rondor besteht seit 45 Jahren und hält die Rechte an mehr als 60.000 Kompositionen. In den Katalogen finden sich Pop-Perlen von Stars wie Aretha Franklin („Respect“), Michael Jackson („Thriller“), den Beach Boys („California Girls“), Tom Petty („American Girl“), Isaac Hayes, Peter Frampton, Eric Clapton, Al Green, Supertramp und Otis Redding.
Die EU-Kommission will bis zum 1. Juni entscheiden, ob sie die 1,63 Milliarden Euro teure Übernahme von BMG durch Universal Publishing genehmigt.





