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Universal will Geld mit Kleidung, Kosmetik und Werbung verdienen

Bei Universal Music will sich das Management künftig nicht allein auf den Verkauf von Musik verlassen. Der weltgrößte Major beabsichtigt, seine Umsätze mit Beteiligungen an verschiedenen Erlösquellen rund um seine internationalen Stars zu sichern.

Bei der Universal Music Group will sich das Spitzenmanagement künftig nicht mehr allein auf den Verkauf von Musik verlassen. Der weltgrößte Major beabsichtigt, seine Umsätze mit Beteiligungen an verschiedenen Erlösquellen rund um seine internationalen Stars zu sichern. Dies erklärten die UMG-Topkräfte rund um Chairman Doug Morris vor rund 40 Analysten und Investoren in London. Man wolle Universal in eine breiter aufgestellte Entertainmentfirma verwandeln, die ihre Umsätze aus bislang nicht angezapften Quellen beziehen will. Morris und seine Kollegen nannten dabei unter anderem Kleidung, Werbung, Kosmetik und Film als mögliche Ertragsbringer.

Mit Acts wie den Pussycat Dolls werde man auch an den zugehörigen Mode- und Schmink-Produkten mitverdienen. Ebenso ist der demnächst startende Film „Get Rich Or Die Tryin'“ mit Rapper 50 Cent eine Co-Produktion der UMG. Und mit den Verträgen über Musikvideo-on-Demand mit Portalen wie Yahoo!, AOL oder MSN werde man sich auch vom 300 Mrd. Dollar schweren Werbekuchen ein Stück abschneiden, sagte Morris.

„Unser Geschäft ist der Aufbau und die Vermarktung von weltweiten Stars und Marken“, so die UMG-Vertreter. „Wir fangen gerade erst damit an, die Beziehungen zu unseren Künstlern auszuweiten und uns einen Anteil an den vielfältigen Umsatzquellen zu erschließen, die durch ihren Erfolg entstehen.“

Man wolle auch die „enorme Nachfrage nach kostenloser Musik befriedigen“. Ohne detailliert zu erklären, was genau das Unternehmen in diesem Zusammenhang plant, sagten die UMG-Oberen, sie wollten „auch mit jenen, die für Musik nicht bezahlen können oder wollen, Umsätze generieren“.

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