Die Verbindungen zwischen Sony BMG, der P2P-Anwendung Grokster und der neuen Firma von Napster-Erfinder Shawn Fanning sind noch nicht geklärt, da taucht bereits ein neues Gerücht auf: Laut „Billboard“ soll Fannings Firma Snocap mit der Universal Music Group ein Abkommen geschlossen haben. Ziel: P2P soll legal werden. Snocap steckt angeblich auch hinter dem Projekt Mashboxx, mit dem Sony BMG und Grokster angeblich eine legale Tauschbörse erschaffen wollen. Das berichtete zumindest die „Los Angeles Times“ vor zwei Wochen.
Doch in der Zwischenzeit hat der einstige Chef von Grokster und vermutlich neue Chef von Mashboxx, Wayne Rosso, die bislang in der Öffentlichkeit diskutierten Details als „völlig inakkurat“ bezeichnet. Was also wirklich dran ist, an den angeblichen P2P-Plänen der Tonträgerindustrie, bleibt weiter unklar. Über Snocap gibt es derzeit nur wenig Konkretes zu erfahren. Das Unternehmen entwickelt allem Anschein nach ein System, mit dessen Audiodateien ein digitaler Fingerabdruck erstellt wird, der von kompatiblen Filtersystemen in P2P-Programmen herausgelesen werden kann. Damit soll in Tauschbörsen nur noch autorisiertes Material getauscht werden können.
Andere Insider glauben an ein Super-Distributionssystem, bei dem Nutzer belohnt werden, wenn die von ihnen weiterverbreiteten Dateien vom Empfänger gekauft werden. Schon länger gibt es Anzeichen dafü, dass die US-Branche hinter verschlossenen Türen mit den Betreibern verschiedener P2P-Anwendungen verhandelt. Während öffentlich der Druck auf die Tauschbörsen per Klagen stetig erhöht wird, versuchen die Rechteinhaber sich offenbar heimlich auf eine für beide Seiten verträgliche Koexistenz zu einigen.






