Nach Ablauf des ersten Jahresdrittels zeichnet sich im US-Markt kaum Bewegung bei den Marktanteilen ab. Universal dominiert das Geschehen weiter nach Belieben. Einzig die Verluste von Sony BMG lassen aufhorchen. Der deutsch-japanische Major liegt mit seinen 23,9 Prozent Anteilen am amerikanischen Musikgeschäft im Jahresvergleich um 1,9 Prozent zurück. Die Universal Music Group indes verteidigt ihre Spitzenposition unangefochten und unverändert mit einem Anteil von 31,8 Prozent.
Dahinter bleiben die Marktanteile der Warner Music Group (14,9 Prozent) und von EMI Music (9,5 Prozent) ebenfalls nahezu konstant. Bei einer Fusion der beiden kleineren Majors wäre WMG-EMI also der zweitgrößte Konzern im US-Markt. Die Anteilsverluste bei Sony BMG kommen hingegen den Independentfirmen zu Gute, die inzwischen gemeinsam 19,9 Prozent des amerikanischen Tonträgergeschäfts abdecken. Viel Freude werden die Firmen über ihre leicht gewachsenen Stücke am Gesamtkuchen jedoch kaum haben, da dieser derzeit insgesamt um rund zwei Prozent kleiner ausfällt als zur gleichen Zeit vor einem Jahr. Erfolgreichste Repertoire-Division der ersten vier Monate war Island Def Jam mit einem Marktanteil von 6,5 Prozent.
Am Ende des Jahres 2005 waren noch die UMG-Kollegen von Interscope A&M die Klassenbesten. Rang zwei geht nach dem ersten Drittel an Warners Ostküstenfirma Atlantic mit 5,7 Prozent Anteil. Die konzerninterne Konkurrenz von Warner Bros. Records an der Westküste belegt mit 5,5 Prozent Marktanteil Rang drei. Stark zulegen konnte zuletzt das Disney-Label mit mittlerweile 5,3 Prozent Anteil, was vornehmlich am Erfolg des Soundtracks zum „High School Musical“ liegt. Verlierer des ersten Jahresdrittels ist Epic mit nur noch 3,1 Prozent Marktanteil.





