Recorded & Publishing

Universal verkauft digitale Katalogware günstiger

Die Universal Music Group International dreht an der digitalen Preisschraube und setzt im Rahmen einer europaweiten Preisaktion die Großhandelspreise von 1500 Alben aus dem Katalog herab.

Die Universal Music Group International dreht an der digitalen Preisschraube und setzt im Rahmen einer europaweiten Preisaktion die Großhandelspreise von 1500 Alben aus dem Unternehmenskatalog herab. Laut Universal-Manager Max Hole sei dieser Schritt ein Beleg für die Bereitschaft des Unternehmens, den Digitalmarkt voranzubringen und zu erweitern. Ein Versprechen des Internets sei es schon immer gewesen, den Kunden einfachen Zugriff auf Musik zu vertretbaren Preisen zu gewähren, sagte Hole. Dieses Versprechen wolle Universal – laut Hole die in Onlinefragen führende Plattenfirma – nun einlösen.

Die günstigeren Katalogkonditionen will das Unternehmen ab dem 1. November einführen, allerdings hänge es auch von der Zusammenarbeit mit den verschiedenen europäischen Downloadhändlern ab, bis wann die Preiskampagne tatsächlich umgesetzt sei. Besonders interessant dürfte dabei für Branchenbeobachter sein, wie Apple und der iTunes-Store als bislang strenge Verfechter des Einheitspreismodells mit diesem Universal-Vorstoß umgehen.

Zu den 1500 Titeln zählen Alben von Künstlern wie Buddy Holly, Dusty Springfield, The Who, Bob Marley, R.E.M. mit „Reckoning“ oder The Cure mit „17 Seconds“, aber auch ABBA, Allman Brothers, Bon Jovi, Eric Clapton, Nelly Furtado, Nine Inch Nails, Sonic Youth, Thin Lizzy oder Stevie Wonder.

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