Die Übernahme von Koch, einer der führenden, unabhängigen Musikfirmen im Bereich Volksmusik/Schlager, schließt jedoch das USA-Geschäft und den Lager- und Distributionsbetrieb im österreichischen Höfen aus. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, verfügt Universal Music somit demnächst über eine sechste Repertoire-Division, die eine der letzten Lücken in der Marktabdeckung schließen soll. Zum Künstlerstamm von Koch zählen unter anderem die Kastelruther Spatzen, das Nockalm Quintett, Die Klostertaler oder Jantje Smit. Koch-Gründer Franz Koch wird Mitglied des Aufsichtsrats bei der Universal Holding GmbH. Das Unternehmen will in der Folge eine interne Repertoire-Bereinigung vornehmen. Die Schlager- und Volksmusikkünstler von Polydor sollen künftig von Koch Music in München unter der Leitung von Franz Selb betreut werden. Koch Music und Selb werden dann direkt an Tim Renner, Chairmann & CEO, und Victor Antippas, President GSA, berichten. „Ich freue mich sehr, dass wir die einmalige Gelegenheit hatten, die wichtigsten Musikbereiche der Koch-Gruppe übernehmen zu können“, sagte Jorgen Larsen, Chairman und CEO von UMI. „Mit Koch stärken wir nicht nur unsere Präsenz in diesem wachsenden Marktsegment sondern tun dies zudem mit Musik und mit Künstlern, die über die Jahre strategisch und professionell von der bestgeführten Firma in diesem Bereich aufgebaut wurden.“ Und Renner ergänzte: „Der Bereich Volksmusik/Schlager ergänzt unser Angebot, steigert unseren Marktanteil im deutschsprachigen Raum und gibt uns die Möglichkeit, mit unserem Vertriebssystem und unserer Infrastruktur diesen Bereich weiter auszubauen. Genauso wie in allen anderen Musikrichtungen ist es auch – oder gerade – in der Unterhaltungsmusik extrem wichtig, dass die Musik von Fachleuten authentisch und glaubwürdig entwickelt und vermarktet wird.“ Diese Kompetenz habe Franz Koch mit seinem Team in den letzten Jahren „auf herausragende Weise“ bewiesen. Gemessen an den Charts-Anteilen des Jahres 2001 spricht aus kartellrechtlicher Sicht nur wenig gegen eine Übernahme: Im Longplay-Bereich verzeichnete Universal Music einen Anteil von 27,78 Prozent, Koch 0,71 Prozent. Bei den Compilations standen 8,67 Prozent Charts-Anteile von Universal 0,22 Prozent von Koch gegenüber. Und bei den Singles war Koch in der Jahresauswertung gar nicht vertreten. „Dieser Vertrauensbeweis der führenden Music Company ehrt uns nicht nur, sondern ermöglicht uns auch, unsere Marktposition weiter auszubauen und unseren Künstlern und Autoren eine glänzende Zukunft zu bieten“, erklärte Franz Koch. Das Unternehmen wird weiterhin unter dem Namen und Labels der Koch-Gruppe agieren.
Was Tim Renner zum Thema Lederhosen und „Musikantenstadl“ zu sagen hat, .
Die Details der Übernahme .
Welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die weiteren Teilbereiche der Firmen Universal und Koch hat lesen Sie hier:






