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Universal stabilisiert Umsatz im Jahr 2004

Die Umsätze der Universal Music Group wachsen wieder. Im letzten Quartal, das dank Weihnachten ohnehin das wichtigste ist, stiegen die Verkäufe um vier Prozent an, übers gesamte Jahr 2004 bleibt immerhin ein Zuwachs von 0,4 Prozent. Ohne Dollarschwäche sähe die Bilanz besser aus.

Die Umsätze der Universal Music Group (UMG) wachsen wieder. Im letzten Quartal, das dank Weihnachten ohnehin das wichtigste ist, stiegen die Verkäufe um vier Prozent auf nun 1,76 Mrd. Euro an, übers gesamte Jahr 2004 bleibt immerhin ein Zuwachs von 0,4 Prozent auf 4,993 Mrd. Euro. Ohne die seit Monaten anhaltende Dollarschwäche sähe die Bilanz indes besser aus: Dann hätte sich die UMG im vierten Quartal um acht und im Gesamtjahr um fünf Prozent beim Umsatz verbessert. Das zeigt auch, wo der Aufschwung für Universal am stärksten zur Geltung kommt: außerhalb der Euro-Zone, in Großbritannien und in Nordamerika.

Auf dem europäischen Kontinent, im Clubgeschäft und in Asien kämpft man weiter mit der angespannten Marktsituation, in Südamerika und im Bereich Australasia weist das Umsatzbarometer wieder nach oben. Rund zwei Prozent der Umsätze – also etwa 100 Mio. Euro – gehen auf das Konto des digitalen Geschäfts, zu dem vor allem Klingeltöne und Downloads zählen. Eine Gewinn- und Verlustrechnung legte die UMG in ihrer Vorabbilanz nicht vor, doch bereits nach den ersten drei Quartalen war das Unternehmen wieder in den schwarzen Zahlen.

Angesichts des Umsatzzuwachses im letzten Quartal dürfte also auch für das ganze Jahr 2004 ein Gewinn in den Büchern stehen. Am 10. März will Konzernmutter Vivendi Universal die vollständige Jahresbilanz präsentieren. Dennoch ist die UMG – trotz des weiterhin hohen internationalen Marktanteils von beinahe 25 Prozent – von einstigen Umsatzregionen weit entfernt: Im Jahr 2003 betrug das Minus 21 Prozent, noch 2002 lag der Umsatz bei knapp 6,3 Mrd. Euro.

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