Die Verhandlungen über einen neuen langfristigen Vertrag zwischen Universal Music und den iTunes-Betreibern bei Apple blieben offenbar ohne Erfolg. Statt eines neuen Kontrakts über zwei Jahre will Universal seinen Katalog nun zunächst nur monatweise zum Download über iTunes bereitstellen, heißt es laut verschiedenen Medienberichten.
So wolle sich das Unternehmen Möglichkeiten zu exklusiven Vertragsabschlüssen mit potenziellen Mitbewerbern offen halten, vermuten Beobachter etwa im Hinblick auf die im Jahr 2007 bevorstehende Eröffnung eines Amazon-Downloadangebots. Andere rechnen angesichts des von Universal-Chef Doug Morris ausgehandelten Microsoft-Deals mit einer Sonderzahlung von einem Dollar pro verkauftem Zune-Player damit, dass Universal seine Position als Marktführer im Musikgeschäft nutzen wolle, um auch bei Apple bessere Konditionen herauszuschlagen.
Schon in den vergangenen Jahren hatten die Vertragsverhandlungen zwischen Apple und den Majors immer wieder für Aufsehen gesorgt. Dabei ging es zumeist um Fragen der flexiblen Preisgestaltung: Während den Musikkonzernen daran gelegen ist, aktuellen Hits zu anderen Konditionen verkaufen zu können als Katalogware, bauen die iTunes-Macher auf ein einfaches Einheitspreissystem.
Die ausgesetzten Vertragsverhandlungen scheinen nun ein weiterer Baustein in dieser Geschichte zu sein. Und auch die Diskussion um die Zukunft des digitalen Rechtemanagements spielt in der Debatte eine Rolle. So galt Universal zuletzt nach unbestätigten Berichten ebenso als Kandidat für DRM-freie Verkäufe über iTunes wie über den Amazon-Shop, der angeblich einzig auf Ware ohne digitale Schutzmaßnahmen bauen soll.





