Recorded & Publishing

Universal-Preiskampagne läuft schleppend an

Die breit angekündigte Preissenkungskampagne von Universal in den USA, wird vom Handel offenbar nur zögerlich umgesetzt.

Die breit angekündigte Preissenkungskampagne von Universal in den USA, wird vom Handel offenbar nur zögerlich umgesetzt. Wie die „New York Times“ berichtet, halten sich bisher bei weitem nicht alle US-Händler an die neuen empfohlenen Abgabepreise, die rund 30 Prozent unter dem bisher üblichen Niveau liegen. Viele Händler fürchteten, mit den niedrigeren Abgabepreisen deutlich schmalere Gewinnmargen zu erhalten, weshalb sich die Preise für neue Universal-CDs in US-CD-Shops derzeit alles andere als einheitlich präsentieren. So bieten etwa die Virgin Megastores, die als größter Kritiker des neuen Preissystems gelten, die neue Ludacris-CD „Chicken & Beer“ für 15,99 Dollar an, während das Album bei der HMV-Kette zum empfohlenen Preis von unter 13 Dollar über den Tresen geht. Wal-Mart und Best Buy unterbieten dies sogar noch deutlich, und verkaufen die CD für unter zehn Dollar. Bei Universal zeigt man sich dennoch zuversichtlich: Vertriebschef Jim Urie sagte, die bisherigen Ergebnisse seien „ermutigend“. Die flächendeckende Umsetzung des Konzepts will Universal in Kürze auf medialem Wege anfeuern: Mitte November startet die Firma eine landesweite TV-Kampagne in der auf die neuen Preise und die Läden hingewiesen wird, die sie anbieten.

Mehr zum Thema