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Universal plant Rumänien-Filiale

Universal Music International wird voraussichtlich ab dem 1. Juni mit einer eigenen Niederlassung in Rumänien vertreten sein. Damit wäre der Weltmarktführer der erste Major mit einer Dependance beim EU-Beitrittskandidaten.

Universal Music International (UMI) wird voraussichtlich ab dem 1. Juni mit einer eigenen Niederlassung in Rumänien vertreten sein. Damit wäre der Weltmarktführer der erste Major mit einer Dependance beim EU-Beitrittskandidaten.

Am Universal-Firmensitz in Bukarest sollen unter Geschäftsführerin Ioana Fesnic zunächst zehn Mitarbeiter für den Major ihren Dienst antreten. „Wir wollen von dem bislang ungenutzten Potenzial profitieren und diesen Markt auf eigene Faust erschließen“, sagte Victor Antippas, President Central & Eastern Europe bei UMI, dem „Billboard“. Der Vorteil einer eigenständigen Zweigstelle liege in der wesentlich größeren Flexibilität im Tagesgeschäft, so Antippas.

Die rumänische Filiale wird nach den UMI-Büros in Polen, Tschechien, Russland und Ungarn die fünfte Universal-Firma in Osteuropa sein. Bislang war UMI in Rumänien nur durch den örtlichen Lizenznehmer Zone Records vertreten.

Ioana Fesnic war bisher als Leiterin der Media-Division der Zone-Mutterfirma RTC tätig. Sie fungiert zudem als Vorsitzende des rumänischen Branchenverbands UPFR. Sie will künftig den Marktanteil beim internationalen Repertoire deutlich steigern. Zone verbuchte in diesem Segment zuletzt 13 Prozent der Verkäufe. Als Universal-Niederlassung werde man nun engere Beziehungen zu den Groß- und Einzelhändlern des Landes aufbauen.

Rumänien will wie Bulgarien am 1. Januar 2007 der EU beitreten. Zuvor müssen die Regierungen in beiden Staaten jedoch noch deutliche Verbesserungen beim Urheberrechtsschutz vorweisen. Die EU-Kommission hatte vor einem halben Jahr bereits damit gedroht, den Beitrittstermin zu verschieben, sollten die beiden Länder ihre Schwarzmärkte nicht besser in den Griff bekommen.

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